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  • Julia Kuntz

Cents oder Gold? - 21. März 2017

Wir Menschen haben diese lustige Idee, dass wir uns selbst unseren Wert verleihen. Wir sehen uns als leere Gefäße an, die man mit Wert füllen kann. Alles was wir denken, sagen, tun oder nicht tun, verleiht uns Wert. Es ist, wie als ob wir dafür einen Cent in unser „Wert-Sparschein“ werfen dürfen. Und dass wertvoll sein etwas Gutes ist, wissen wir ja alle, schließlich fühlt es sich gut an. Und was sich gut anfühlt ist richtig, ist erstrebenswert. Und so streben wir nach Wert. Jeden Tag. Wir versuchen nett zu sein und hilfsbereit. Schlau und erfolgreich, gut in allem was wir tun. Witzig und wortgewandt, bewandert auf unserem Spezialgebiet und in allen möglichen anderen Dingen gleich mit. Tatsächlich versuchen wir, die Besten zu sein, denn nur gut zu sein, reicht nicht so ganz, um dieses Gefäß mit Wert zu füllen. Und wehe uns, wenn wir nicht mal gut sind. Wenn wir Fehler machen und versagen, vielleicht doch nicht so schlau und erfolgreich sind. Dann rinnt unser Wert ja gleich raus aus dem Gefäß! Irgendwie hat dieses Ding nämlich ein Loch, durch das der Wert, den wir uns so hart erarbeiten, immer gleich wieder verschwindet. Einfach so.


Tja, ganz so falsch ist unsere Idee nicht. Wir sind dazu geschaffen, wertvoll zu sein. Das ist schon richtig. Aber nicht wir verleihen uns unseren Wert, sondern Gott.

Gott hat am Anfang dieses Gefäß, also uns erschaffen. Nur hat er es nicht leer gelassen. Er hat es gefüllt. Das war das Erste, was er gemacht hat. Er hat es mit Wert gefüllt. Und er hat nicht einfach nur eine Menge Cent-Stücke in unser Gefäß gegossen.

Stellt es euch so vor, als hätte er uns mit purem, flüssigem Gold gefüllt. Und das ist dann fest geworden. Egal wie viele Löcher dieses Gefäß jetzt hat, es kann nicht auslaufen. Selbst wenn wir es auf den Kopf stellen, lässt sich das Gold da nicht mehr rausholen. Keine Chance.


Wir sind wertvoll.

Wir sind wertvoll, weil wir gewollt sind. Die Nachfrage bestimmt den Preis, das Prinzip kennen wir alle, oder? Tja, wir sind ziemlich gefragt. Der Schöpfer des Universums fragt nach uns. Der absolut heilige Gott, der eigentlich nichts braucht, weil er schon alles hat. Der will uns. Und er ist bereit, jeden Preis für uns zu zahlen. Selbst wenn der Preis er selbst ist. Sein Leben, das Leben des einzigen, geliebten Sohnes. Soviel sind wir ihm wert.


Ja, lass das ruhig mal sacken. So viel wurde für mich bezahlt. So viel wurde für dich bezahlt. Vergangenheitsform. Der Preis wurde bereits bezahlt; an deinem Wert kannst du nichts mehr ändern. Sowieso kannst du daran gar nichts ändern. Du bestimmst nicht, wie viel für dich bezahlt wird. Wie viel du ihm wert bist, bestimmt dein Käufer nämlich ganz alleine. Und du kannst ihm den Kauf madig reden so viel du willst. Du kannst versuchen, ihn von all deinen Macken, deinen Schwächen, Fehlern und all deinen Sünden zu überzeugen. Oder du kannst dir die Zeit sparen, denn seine Meinung kannst. Du. Nicht. Ändern.

​Niemals. Vergiss es. Gib es auf.

Er hat sich damals schon für dich entschieden, als er für dich gestorben ist. Damals schon hat dieser wunderbare Mensch, dieser wunderbare Gott, der jeden und alles hätte haben können, sich für dich entschieden und den Preis für dich bezahlt.

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