• Julia Kuntz

Das Deutsche Set - 1. Feb 2016

Hier gibt es zwei Gebetsräume: den „Global Prayer Room“, der ganz große, offizielle, und den „All Nations Prayer Room“. Letzterer läuft nicht 24/7 sondern hat nur an den Nachmittagen offen und hat seine Sets in verschiedenen Sprachen. Chinesisch, Koreanisch, Arabisch, Portugiesisch...und auch Deutsch. Jeden Donnerstag von 18-20 Uhr ist das deutsche Set mit Fürbitte und Anbetung mit dem Wort. Und als Deutscher wird man auch automatisch rekrutiert – sprich ich bin seit September auch dabei.

Wir sind allerdings nicht nur Deutsche, sondern auch Holländer, Schweizer und Österreicher – und amerikanische Musiker. Das Ganze ist ein sehr bunter Mix und es kommt auch immer mal wieder jemand vorbei, der vor Urzeiten mal dabei war und grad wieder in der Gegend ist – es ist also immer lustig und spontan!


Für mich ist es eine sehr interessante Erfahrung, weil ich schon in einem Team in Cebu war und wir dort so einiges anders gemacht haben – manches, weil wir es gut fanden, anderes, weil wir keine andere Option hatten. Hier haben wir ein großes Team von Musikern: 2 Keyboarder, ein Bassist, Gitarrist, Geigenspieler, Schlagzeuger und immer 3-5 Sänger. In Cebu waren wir glücklich, wenn wir neben dem Lobpreisleiter noch einen Djembe-Spieler hatten und zwei Sänger waren.

Hier können wir musikalisch so viele tolle Sachen machen, von denen wir in Cebu immer nur geträumt haben...aber dafür hatten wir in Cebu oft soviel mehr von Gottes Gegenwart und Führung, einfach weil durch unsere einfache Musik auch weniger von Gott abgelenkt waren, da man wesentlich weniger koordinieren musste. Zudem ist der Bet-Stil hier anders als in Cebu – und wenn ich etwas in Cebu geliebt habe, waren es unsere Fürbitte-Zeiten. Aber hier kann ich dafür richtig tolle Musik genießen, für die andere auf ein Konzert gehen müssen.


Für mich ist es donnerstags deswegen immer eine bitter-süße Zeit, denn einerseits macht es Spaß und es ist ein guter und hilfreicher Blick hinter die Kulissen, andererseits fällt es mir schwer, mich auf etwas Neues einzulassen, das ich nicht so gut finde wie das Alte.

Bis jetzt war ich ein paar mal Sänger, Gebetsleiter und Wortleiter für Anbetung mit dem Wort und habe die letzten Male Folien für die Lieder gelegt.


In Cebu hatten wir einen einzigen Monitor aus dem der Ton für das ganze Team kam und hier hat jeder Sänger und Musiker seine eigenen Kopfhörer und sein eigenes Mini-Mischpult dafür. Davon haben wir immer geträumt – aber wer hätte gedacht dass es so schwierig ist, zu singen wenn man alles andere auch gleich im Kopf hat! Das erste Mal habe ich tatsächlich furchtbar schief gesungen :-D

Wie man sieht kämpfe ich also noch damit, nicht immer alles zu vergleichen und manchmal auch das Alte einfach loszulassen :-)



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