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  • Julia Kuntz

Das Team und das Tun - 16. Aug 2018

Jedes Lobpreis-Team, das sich nachmittags immer von 13:45 -17:15 Uhr traf, besteht aus drei Coaches (Musik, Gesang und Gebet) und verschiedenen Studenten. Unser Team war interessant gemischt. Zwei amerikanische Coaches, zwei deutsche Beter, zwei holländische und eine Neuseeländische Sänger/in, eine Belgische und eine Brasilianische Lobpreisleiterin. Alle im Alter von 18 bis Mitte 60 aus allen mögliche Lebenssituation. Oh ja, richtig gedacht. Spannend. Und spaßig. Es waren nicht nur die verschiedenen Sprachen und Kulturen, die hier zusammen kamen, sondern auch noch die verschiedenen musikalischen Fähigkeiten, Lobpreis-Stile und Lebenseinstellungen. Zwar sorgte das einerseits dafür, dass alles ein bisschen langsamer lief, andererseits brache es uns aber auch dazu, sich nochmal ganz neu miteinander und dem was wir tun auseinanderzusetzen. Warum machen wir das so und nicht anders? Was bedeuten all diese IHOP Slang, was ist prophetisches Singen, welche Handzeichen benutzt man auf der Bühne und wie kann man spontan zusammen singen wenn man nicht weiß was der andere singen wird?

Für mich war es spannend, zwischen den Stühlen zu stehen. Ich bin Europäerin und konnte mich mit den europäischen Studenten identifizieren, gleichzeitig aber auch unsere beiden Amerikanischen Coaches verstehen. Wenn eine beziehungsorientierte, entspannte Kultur eine zielorientierte, kritsich-denkende Kultur leitet, sorgt das für allerlei interessante Dynamiken. Das zu navigieren - und sich selbst darin so zu verhalten, dass es für andere hilfreich ist - ist gar nicht so einfach. Wie geht man auf die Bedürfnisse der Europäer ein, ohne die Amerikaner zu untergraben? Wie hält man die Balance zwischen "Wir müssen jetzt aber auch mal was schaffen" und "Ach komm, wir schwatzen jetzt einfach mal über unsere Lieblings-Eissorten"? Eine ganz eigene Herausforderung. Aber im Nachhinein muss ich gestehen, dass mich die Studenten alle positiv überrascht haben: Anstatt von den Schwächen der anderen genervt zu sein, ermutigten sie sich gegenseitig und spornten sich geduldig weiter an. Sie lachten über ihre Fehler und feierten ihre Lernerfolge immer gemeinsam. Es herrschte tatsächlich eine ganz besondere Atmosphäre während der Schule!


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