• Julia Kuntz

Die etwas andere Uni - 30. Aug 2016


International House Of Prayer University. Darf nur mit IHOPU abgekürzt werden, denn sonst verklagt das International House Of Pancakes sie, da es auch eine Uni hat: IHOP University. Da lernt man Pfannkuchen backen. Wirklich.


Unsere Uni besteht aus drei Studiengängen:

FSM - Forerunner School of Ministry - Eine vierjährige Bibelschule

FMA - Forerunner Music Academy - Eine vierjährige Musikausbildung

FMI - Forerunner Media Institute - Eine zweijährige Ausbildung im Medienbereich

Alle drei Studiengänge teilen sich die theologischen Grundlagen des ersten Semesters und fächern sich dann in ihre verschiedenen Schwerpunkte auf. Die Bibelschule fokussiert sich auf Theologiekurse und praktische Dienste, die Musikschule baut auf zwei Theologiekurse noch das Musikstudium auf und das Medieninstitut hat dazu praktischen und theoretischen Filmunterricht.

Was aber immer noch alle Schulen vereint und diese Uni so einzigartig macht, ist, dass ihre Grundlage der Gebetsraum ist. Alle Studenten müssen 16 Stunden ihrer Woche im Gebetsraum verbringen um ihre Ausbildung absolvieren zu können. Der Hintergedanke dabei ist der Wunsch, nicht nur Theologen auszubilden, die sich über vier Jahre eine große Menge an Wissen und Fähigkeiten erarbeitet haben, sondern am Ende des Studiums Menschen jedes Alters aussenden zu können, die wissen, wer ihr Gott ist, weil sie ihn persönlich kennen. Die eine unerschütterliche Lebensgrundlage haben, weil sie eine lebendige Beziehung zu diesem lebendigen Gott haben.

IHOPU will Prediger aussenden, die in dieser Generation eine relevante Botschaft verkünden, derer sie sich sicher sind: dass Jesus tatsächlich bald wiederkommt. Sie wollen Leiter für alle Gesellschaftsbereiche ausbilden, die sich nicht auf ihre eigene Stärke, sondern die Kraft des Gebets verlassen. Christen, die in der Kraft des Heiligen Geistes gehen, Gottes Werke tun und Generationen zur Rückkehr zu Gott aufrufen.

Deswegen setzt IHOPU auf eine Mischung aus Unterricht, Zeit in Gottes Gegenwart im Gebetsraum und die Möglichkeit, im Dienst praktische Erfahrung zu sammeln und das Gelernte anzuwenden.

Nur wer selbst Zeit mit Gott verbringt, kann auch andere dazu auffordern und sie führen. Und nur wer selbst treu im Gebet ist, kann andere auch dazu motivieren und inspirieren. Und letztendlich kann nur wer in Gott gegründet ist, das auch über längere Zeit hinweg tun. Darum der Gebetsraum.

Neben dem Unterricht gibt es (seit diesem Jahr, über den Sommer wurde so einiges geändert) nun also auch 6h praktischen Einsatz die Woche. Einerseits um in unseren Fähigkeiten zu wachsen, andererseits um Gott bei seinem Wort zu nehmen. Seine Gute Nachricht hat die Kraft, Stadtteile und ganze Städte zu verändern. Und genau das wollen wir hier sehen.

IHOPU legt außerdem noch starken Wert auf Gemeinschaft und Beziehungen. Deswegen ist unsere Einsatz-Gruppe gleichzeitig auch unser wöchentlicher Hauskreis und die Gruppe, mit der wir zur gleichen Zeit im Gebetsraum sind. Das gibt uns die Möglichkeit, uns gegenseitig kennen zu lernen, zu ermutigen und zu unterstützen. Und uns gegenseitig auf die Nerven zu gehen - alias „in unserem Charakter zu wachsen“ ;-)

Was ich an dieser Schule besonders genieße ist die Ehrlichkeit und Offenheit der Lehrer. Keiner spielt mir hier den Superchristen vor, sondern redet stattdessen ganz offen davon, Antworten nicht zu haben. Oder die Lust zum Beten oder in den Gebetsraum zu gehen. Und gleichzeitig kann man sich aber auch von der Leidenschaft, die sie für Gott haben, mitreißen lassen und gemeinsam danach suchen, was Gott für uns vorbereitet hat. Ich kann mich mitziehen lassen und muss nicht dagegen kämpfen, runtergezogen zu werden. Ich kann die Bibel als das Wort Gottes stehen lassen und habe dadurch den Freiraum, mich mit ihr ganz anders auseinander zu setzen.


Auch wenn ich mir die Schule sehr anders vorgestellt und in meinem ersten Jahr sehr damit zu kämpfen hatte, meine Erwartungen loszulassen, bin ich jetzt umso dankbarer dafür, dass Gott mich an diesen einzigartigen Ort gestellt hat.


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