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  • Julia Kuntz

Einladung oder Vorladung? - 14. Feb 2017

„Zu beschäftigt, zu gestresst, zu viel los momentan. Da hab ich einfach keine Zeit für Stille Zeit.“ Das ist eine meiner Lieblingsausreden. Geht dir vielleicht auch so.

Und Gott lässt sie mir durchgehen. Wenn ich will, kann ich auch ohne Stille Zeit durch die Woche gehen. Da packt mich nicht die heilige Gottesfurcht und wirft mich zu Boden, da schickt Gott keinen Erzengel, um mir mit einer besonders schweren Bibel eins von hinten über zu ziehen. Gott zwingt sich mir nicht auf, versucht nicht, mich zu überreden oder zu manipulieren.


Aber am Ende lässt er mich in seiner Gnade und Güte doch immer die Wahrheit sehen.

Am Ende der Woche stelle ich dann nämlich immer wieder fest, dass das ganz schön dumm ist, so alleine durch die Woche zu gehen. Hätte ich Gottes Angebot angenommen, und mir ein paar Minuten nur Zeit genommen, hätte er mich ermutigen können, mir Kraft geben können, mich zum Lachen bringen können. Er hätte ein offenes Ohr gehabt, hätte mir gute Ratschläge gegeben, hätte meine Fehler korrigiert. Er wäre mein Freund gewesen, meine starke Schulter, mein Helfer.

So hat er jeden Tag auf mich gewartet, ganz treu und geduldig.

Er liebt mich jetzt nicht weniger, weil ich nicht zu ihm gekommen bin. Ich habe einfach nur eine unglaubliche Menge an wunderbaren Dingen verpasst. Einfach so. Weil ich wollte.


Stille Zeit ist kein religiöser Zwang. Es ist eher wie die Einladung eines Freundes, auf einen Kaffee vorbei zu kommen. Es sind die offenen Arme eines Vaters, in denen du dich bergen kannst. Es ist Luft in deinen Lungen, frisches Wasser um deinen Durst zu stillen und sättigendes Brot um dich zu füllen. Es ist wie ein guter Witz, der dich zum Lachen bringt oder eine gute Nachricht, die dir den Tag versüßt.


Es ist ein Geschenk, keine Pflicht. Eine Einladung, keine Vorladung.

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