• Julia Kuntz

Fundraising Kampagne vorbereiten à la Julia.

Aktualisiert: 18. März 2021



Schritt 1:

Man kündigt seinen Nebenjob, denn man braucht viel Zeit. Nicht nur viel, sondern mindestens doppelt so viel wie angenommen. Und sie rennt sowieso davon, wie ein Hund hinter dem Eichhörnchen her.

Schritt 2: Man kauft sich Kaffee auf Vorrat oder nistet sich bei Freunden ein, die eine Hightech -Kaffeemaschine besitzen. Und man gibt seine Vorsätze der Kaffeereduktion auf. Ein andermal dann...

Schritt 3: Man erstellt sich verschiedenen Playlisten: Musik zum Motivieren und Wach werden, Musik zum hochkonzentrierten Arbeiten, Musik um das graue Wetter auszugleichen...

Schritt 4:

Man erstellt die extravagantesten To Do Listen überhaupt. Denn erst wenn man eine Fundraising Kampagne anfängt, wird einem bewusst wie viel anderen Kram man zu tun hat. Und dass der ja auch wichtig ist. Alles ist wichtig und dringend! Aber vorher war es das nicht...

Schritt 5:

Laptop reparieren lassen. Kopfhörer aufladen. Glühbirnen auswechseln. Den besten Stuhl im Haus finden. Was auch immer Sitzen und Tippen in einem Zimmer machbar macht. Jedem das Seine!

Schritt 6: Nerven und Geduld sind das Allerwichtigste. Andere investieren in Gold, ich in meine Nerven. Denn die braucht man, wenn man sich beibringt, eine Webseite aufzubauen. Oder Visitenkarten entwerfen muss und eine Stunde lang Schriftzüge um Millimeter hin und her verschiebt, den Unterschied sieht - und doch nicht weiß, was jetzt besser aussieht. Und dann Kaffee über den endlich gedruckten Stapel kippt und von vorne anfangen muss.

Schritt 7:

Man schnalle sich an, denn man lernt eine ganze Menge über sich selbst: Finanzpläne zur Spendenaufkommensermittlung zeigen die eigenen Wertesysteme und Unwissenheit. Wieviel sollte man in die Altersvorsorge investieren und wieviel plane ich monatlich für Schuhe und Kleidung ein? Wie beschreibe ich meine Berufung und warum mache ich überhaupt genau das? Und wie passt das alles in Gottes Plan? Wie gehe ich damit um, wenn es mir unangenehm ist, Leute auf Unterstützung anzusprechen und das zu meiner Berufswahl gehört?

Schritt 8:

Man freut sich plötzlich über Zoom Meetings - vorher störend, jetzt eine willkommene Unterbrechung. Versicherungsberatung und Training zur Interkulturellen Kommunikation, Mitarbeiterbesprechung und Projektplanung...


So. Jetzt wisst ihr, was ich den ganzen Tag über so mache - zumindest momentan. Wenn ich erstmal fertig vorbereitet bin, darf ich endlich wieder unter Leute! Und die dann einladen, mit mir zu partnern..

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