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  • AutorenbildJulia Kuntz

Gebetshaus - ein Modetrend?

Mal ganz ehrlich, diese Gebetshausbewegung ist doch erst in den letzten Jahren entstanden, oder? Sonst würde das ja auch jeder kennen… Ist das Gebetshaus dann nicht einfach ein Modetrend, der auch irgendwann wieder vergeht? Macht es da wirklich Sinn, in so etwas zu investieren?


Ich habe auch erst 2010 das erste Mal von einem Gebetshaus gehört. Wohlgemerkt auf den Philippinen, von einem Amerikaner. In Deutschland war mir nicht mal der Begriff untergekommen. Selbst IHOP, das weltweit etablierteste Gebetshaus feierte letzte Woche erst seinen 22. Geburtstag.

Man könnte es also einen Modetrend nennen...

...wäre da nicht der gute, alte König David im Alten Testament, der vor 3.000 Jahren schon genau das gleiche gemacht hat: Als David die Bundeslade nach Jerusalem holte, etablierte er nicht nur wieder die Stiftshütte so wie Gott es Moses in der Wüste aufgetragen hatte, sondern fügte ein ein kleines Detail dazu: 4.000 Musiker und 288 Sänger (In 1. Chroniken, angefangen in Kapitel 15, könnt ihr die Details nachlesen). Als dann Davids Sohn Salomon den Tempel baute, übernahm er sowohl den Opferdienst aus Moses’ Zeiten als auch die Anbetung mit Musik aus Davids Zeit. Auch die nachfolgenden Könige, wenn sie denn den Tempeldienst unterstützten, folgten genau dem gleichen Beispiel: Opferdienst, Gebet und Lobpreis.

Und immer wenn der Tempel “lief”, waren sie siegreich im Krieg und es ging allgemein bergauf. Immer wenn der Tempel vernachlässigt wurde, spiegelte sich das auch negativ in Israels Geschichte wieder. Nur so nebenbei erwähnt.


Genug vom Alten Testament - denn mit den Römern wurde der Tempel dann (schon wieder) zerstört und damit hörte die Gebetshausbewegung offensichtlich auf. Hätte es da nicht die Mönche gegeben! Schon sehr früh in der Geschichte des Christentums zogen sich Christen in entlegene Gegenden zurück und widmeten sich dem Gebet. Schon bald entstanden Klosterähnliche Gemeinschaften und schon im 4. Jahrhundert waren Klöster groß in Mode. Und in den Klöstern wurde meistens sehr viel gebetet und viele Gebete auch schon gesungen. Vielleicht kommt euch das aus dem Katholischen bekannt vor - die haben das nämlich einfach weitergeführt.


Vielleicht kennt ihr auch Graf Zinzendorf und die Herrnhuter, die 1727 anfingen, rund um die Uhr zu beten und für über 100 Jahre nicht aufhörten - und nebenbei sogar mehr als 200 Missionare in alle Welt sandten.


Schon immer gab es an den verschiedensten Orten der Welt Gemeinden, die sich dem Gebet verschrieben, Gebetsketten, die von Christen aus einer Region oder einem Land begonnen wurden… Haben die das immer genau so gemacht wie wir heutzutage? Hatten die alle ein Lobpreisteam, einen eigenen Raum und einen Gebetsleiter am Mikrofon? Natürlich nicht ;)

Aber wir alle verfolgen schon immer das gleiche Ziel: dass Gott rund um die Uhr, das ganze Jahr, angebetet wird. Weil er es wert ist. Und mit ihm gemeinsam, im Gebet, die Welt zu verändern.


Die Englischsprachigen unter euch können sich hier die Geschichte der Gebetshausbewegung noch mal detailierter zu Gemüte führen.



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