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  • Julia Kuntz

Kurs: Theologie des unaufhörlichen Gebets / Class: Theology of Night and Day Prayer - 2. Mai 2018


Wenn Lobpreis unsere Antwort darauf ist, wer Gott ist, dann sollte unser Lobpreis eigentlich unendlich sein. David sagte vor langer Zeit: “Groß ist der Herr, ihm gebührt das höchste Lob; seine Größe ist unergründlich.” (Ps. 145,3). Wenn das, was wir von Gott sehen, in uns Lobpreis hervor ruft, dann geht uns der Lobpreis niemals aus, denn Gott “geht niemals aus”. Wir können ihn immer wieder aus einem neuen Blickwinkel betrachten und noch etwas Neues sehen - und selbst das schon Bekannte wird an Gott auch nicht langweilig!

Gott kennen. Dafür wurden wir geschaffen. Gott immer mehr zu erkennen und tiefer zu kennen bis wir ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen: “Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern; dann aber werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen; dann aber werde ich alles so kennen, wie Gott mich jetzt schon kennt.” (1. Kor. 13:12). Gibt es ein größeres Privileg und eine größere Ehre, als den unendlichen Gott so kennen zu dürfen?

Diese ganze Kennenlern-Geschichte funktioniert allerdings nach Gottes Regeln. Er liebt es, sich uns zu offenbaren aber tut es nur unter bestimmten Bedingungen. Eine davon ist: er darf die Definitionen definieren. Was ist schön? Was ist Liebe? Was ist gnädig sein? Das was er sagt dass es ist. Er ist, was er sagt dass er ist. Wenn wir ihn kennen lernen, dann müssen wir unsere Definitionen von ihm neu definieren lassen. Nur dann können wir ihn wirklich kennenlernen. Wir dürfen das Spiel mitspielen, aber es ist ein Heimspiel. Es gelten seine Regeln. Das fällt dann auch in die Kategorie “Gottesfurcht”. Gottesfurcht ist Gottes Geheimzutat fürs Kennenlernen. Salomon hat damit auch schon gekocht: “Weisheit beginnt mit der Ehrfurcht vor dem HERRN, den Heiligen zu erkennen ist wahre Einsicht.” (Spr. 9:10). Wenn du Gott mehr kennen lernen willst, ist Gottesfurcht dein Freund.

Was ein Glück, dass Gott gekannt werden will! Er wartet nicht darauf, dass wir endlich rausfinden, wie genau das mit dem Kennenlernen am Besten klappt; immerhin ist da eine ganz schön große Lücke zwischen uns als Schöpfung und ihm als Schöpfer. Also sandte Gott Jesus, sodass der Sohn uns den Vater zeigen konnte. Jesus sagte das auch: “Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.”. Er überbrückte die Lücke für uns weil er sich danach sehnt, gekannt zu werden. Aber Gott ging sogar noch einen Schritt weiter: Er kam als der Heilige Geist um in uns zu wohnen! Warum? Es ist der Geist, der den Vater und den Sohn offenbart (1. Kor. 2,7-16). Gott tut alles was er kann, damit wir ihn kennen können. Er hat es sich sogar in den Kopf gesetzt, dass eines Tages die ganze Welt ihn kennen wird: “Wie das Meer voll Wasser ist, so wird die ganze Erde erfüllt werden von Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn.” (Hab. 2,14). Denn das hat er uns auch versprochen, als er gesagt hat “Niemand muss dann noch seinen Nachbarn belehren oder zu seinem Bruder sagen: ›Lerne den Herrn kennen!‹ Denn alle werden dann wissen, wer ich bin, von den Geringsten bis zu den Vornehmsten.” (Jer. 31:34a).

Im Licht all dieser Punkte ist unaufhörlicher Lobpreis eine ganz logische Schlussfolgerung. Wenn wir dazu geschaffen wurden, einen unendlichen Gott zu kennen, der sich uns unaufhörlich offenbart, und wenn dieses Kennen in uns Lobpreis und Gebet erweckt, dann ist es ganz logisch, dass der Lobpreis niemals aufhört. Eigentlich ist Gott anzubeten das Logischste der Welt.


ENGLISH

If worship is a response to who God is, then worship should be unending. David says: “ Great is the LORD and greatly to be praised; his greatness is unsearchable.” (Ps.145:3). If whatever we see of God provokes us to declare his praise, we will never run out of praise because we will never run out of new things to look at - and even the old things never grow old!

In theological terms, we would call the things we look at “the knowledge of God”. Knowing God is what we are created for; created to grow in until we know in fullness when we will see God face to face: “For now we see only a reflection as in a mirror; then we shall see face to face. Now I know in part; then I shall know fully, even as I am fully known.”(1 Cor. 13:12). This is such an amazing privilege and honor!

We know, however, on God’s terms. He loves to reveal himself to us but he does so under the prerogative that he gets to do the definitions: what is beautiful, loving, merciful? It is what God says it is. We get to play, but it is a home game and we are on his turf, following his rules. This, we call the fear of the Lord. Solomon already knew this little trick because he commented: “The fear of the LORD is the beginning of wisdom, and the knowledge of the Holy One is insight.” (Prv. 9:10) Do you want to know God? Then you need to start by fearing him as God.

But good for us that God wants to be known! He didn’t wait until man had figured out how to get to know him and how to breach this unbreachable gap between infinite creator and finite creation. He sent Jesus so that the Son would make known the Father. Jesus made that very clear when he said: “If you have seen me, you have seen the Father.” He breached that gap for us because he desires to be known! And then God went even further and came to live on the inside of us in the form of the Holy Spirit. Why? Because the Spirit is who reveals the Father and the Son to us (1 Cor. 2:7-16)! God does everything he can to make himself known to us. He has his mind set on covering the whole earth with the knowledge of who he is: “For the earth will be filled with the knowledge of the glory of the LORD as the waters cover the sea.” (Hab. 2:14) because that is what he promised to us when he said that “No longer will they teach their neighbor, or say to one another, 'Know the LORD,' because they will all know me, from the least of them to the greatest," declares the LORD.” (Jer. 31:34a).

Night and day worship and prayer is only a logical conclusion in light of all of this. If we were created to know an unending God who constantly makes himself known to us, and if knowing God evokes worship and prayer in us, then it naturally will never end. And it naturally is the only right and reasonable thing to do.



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