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  • Julia Kuntz

Kurs: Theologie des unaufhörlichen Gebets / Class: Theology of Night and Day Prayer - 8. Mai 2018


Jesus ruft uns dazu auf, immer zu beten und niemals aufzugeben (Lk. 18,1) und belebte damit wieder, was David und die Psalmisten schon Jahrhunderte vorher sagten, und woran Paulus später auch anknüpfen würde: “Betet ohne Unterlass.” (1. Thes. 5,17).

Wenn wir von “uns” reden, dann reden wir über die Gemeinde. Ein Christ meint immer auch die Gemeinde, denn wir sind ja ein Leib, eine Familie. Jesus rief alle seine Jünger und Paulus die ganze Gemeinde zum Beten auf. Gebet ist unsere Berufung als Einzelne und als Gemeinde.

Die Auserwählten rufen aus Tag und Nacht - Lk. 18,7

Der Geist und die Braut sagen: “Komm.” - Off. 22,17

Der Aufruf zum Gebet und Anbetung von den Psalmisten und Propheten richtet sich an ganz Israel (siehe bspw. Buch 5 der Psalmen).

Der Aufruf zur Versammlung und zum Fasten um Gott um Durchbruch anzuflehen ging auch an ganz Israel - Joel 1,14;2,15

Mein Haus wird ein Bethaus sein - Jes. 56,7

Aber bedeutet das jetzt alles, dass jede Gemeinde ein Gebetshaus wie IHOP sein muss? Nicht wirklich. Aber es bedeutet, dass jede Gemeinde eine “Gebetskultur” haben sollte, weil ja jedes einzelne Mitglied zum Beten berufen ist. Aber bedeutet das wiederum, dass Gebet der einzige Fokus einer Gemeinde sein sollte? Auch nicht wirklich. Aber es bedeutet, das Gebet der Grundstein jeder anderen Aktivität sein sollte.

Haben wir vielleicht deshalb mit dem Sinn von unaufhörlichem Gebet so zu kämpfen, weil wir vergessen haben, dass wir dazu berufen sind? Wenn wir als Individuen ein lebendiges Gebetsleben hätten und alltäglich die Frucht davon sehen würden, würden wir uns dann nicht mit Begeisterung an das Projekt machen, unaufhörliches Gebet in seinen verschiedenen Formen zu verwirklichen? Wir wissen um die Wichtigkeit der Gemeinde, aber wir haben die Wichtigkeit des Gebets vergessen. DIe Frage ist nicht, was für eine Rolle die Gemeinde in Bezug auf unaufhörliches Gebet spielt, sondern was für eine Rolle Gebet in unserem Leben spielt.


ENGLISH

Jesus called us to “always pray and never give up” (Lk 18:1), reviving what David and the psalmists said centuries before, and what Paul later would urge the church to do: “pray without ceasing” (1 Thes. 5:17).

When we say ‘us’, we are talking about the church. A believer is the church because we are one body, one family. Jesus called all his disciples and Paul all of the church to pray. Prayer is our corporate calling:

The elect are crying out day and night (Lk 18:7).

The Spirit and the bride say come (Rev. 22:17).

The call to prayer and praise in the psalms and prophets is always to all of Israel (see f.ex. book 5 of the Psalms, ).

The call for solemn assembly to cry out for God to break in is to all the people (Joel 1:14,2:15).

My house will be a house of prayer (Isa. 56:7).

But does this mean that every church is to be a Ihop prayer room? Not really. But it does mean that every church is supposed to have a prayer culture because every member is called to pray. Is prayer supposed to be the only focus of the church? Not really, but it is supposed to be the foundation for everything the church does.

Is maybe our struggle with the purpose and power of day and night prayer so strong because we have forgotten about the power and purpose of prayer? Had we laid hold of it for ourselves and would walk it out, wouldn’t we joyfully give ourselves to the establishing of unceasing prayer? We know that we are the church, but we don’t know the role of prayer. The question is not what role the church plays in night and day prayer but what role night and day prayer plays in our personal lives.

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