• Julia Kuntz

Warum hast du dich der Gebetshaus-Bewegung angeschlossen?

Das habe ich mich auch schon so manches Mal gefragt. Wie bin ich hier gelandet? Ich wollte doch eigentlich Soziale Arbeit studieren!

Gott hat für jeden von uns einen Platz in der Geschichte, die er schreibt. Einen Teil, den wir zu dem Plan beitragen können, den er verfolgt. Jeder von uns ist ein Puzzleteil, das notwendig ist, um das Puzzle zu vervollständigen. Und jeder passt an eine bestimmte Stelle.


Ich hatte, bis ich 20 war, noch nie von einem Gebetshaus gehört. Und Beten fand ich auch eher… langweilig. Eine Notwendigkeit halt, weil man ja etwas haben will, was man braucht.

Und dann brauchte ich plötzlich die Antwort darauf, wo in diesem riesigen Puzzle mein Teil, mein Leben, reinpassen sollte. Als ich zwei Monate im Gebetshaus in Cebu (Philippinen) verbrachte, um diese Antwort zu finden, stellte ich fest, dass Gott mir schon eine Antwort gegeben hatte.

Anstatt mir zu sagen, wo ich hingehöre, hatte er mich einfach eingepuzzelt. Und dann gewartet, bis es mir auffällt. Der Schlawiner.

Aber nach fast 10 Jahren kann ich nur zustimmen: Genau da passe und gehöre ich hin.


Gott hat die Gemeinde nicht umsonst als Leib, als Körper, beschrieben. Denn um seinen Plan umzusetzen, gebraucht er uns alle auf verschiedene Arten und Weisen. Nur Hände und kein Hirn, nur Augen, aber keine Füße? Bringt nichts.

Wir brauchen ein Hirn, das plant, Hände, die konkret helfen, Füße, die die Gute Nachricht in die Welt tragen - und wir brauchen auch Sitzfleisch.

(Ja, ich vergleiche das Gebetshaus mit Sitzfleisch. Nicht unbedingt elegant, aber wahr.)


Denn wer nicht vorm Herrn sitzt, verweilt, Ihm die Zeit und den Raum gibt, sich zu offenbaren und zu uns zu sprechen, der wird auch nicht…


… alles wird er nicht. Unsere Augen werden die Schönheit Jesu nicht erkennen.

Unser Herz wird nicht in Brand gesetzt werden.

Unsere Weltsicht wird nicht von Gottes Wahrheit korrigiert.

Unser Herz wird nicht mit Liebe erfüllt.

Wir werden nicht geheilt und freigesetzt.

Unsere Füße bekommen nicht gezeigt, wohin sie gehen sollen

und unsere Hände haben keine Kraft, wirklich zu helfen.



Ein Gebetshaus ist von außen betrachtet vielleicht unspektakulär. Es passt nicht zu unserer Gesellschaft, die immer getrieben ist von Produktivität und messbarem Erfolg.


Ein Gebetshaus ist von außen betrachtet vielleicht ein bisschen dreist, so wie es Gott in den Mittelpunkt stellt und Unmengen an Ressourcen und Arbeitszeit dafür aufwendet, Gott anzubeten, anstatt anderen Menschen zu helfen.


Aber ein Gebetshaus ist ein integraler Teil unserer Berufung, Gottes Reich zu bauen. Wir brauchen die Heimatgemeinden, Pastoren, die leiten, Arbeitnehmer, die die Gute Nachricht in ihrem Umfeld verkünden, Missionare, die in alle Welt gehen - und Gebetshäuser, die einen Ort der Begegnung mit Gott schaffen. Die Gottes Gegenwart und Geist in unsere Städte einladen. Die in Lobpreis und Gebet Veränderung bewirken und die uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen, wenn wir den Durchblick verlieren: Gott steht im Mittelpunkt. Er ist Anfang, Ziel und Lebenssinn.

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