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  • Julia Kuntz

Wo geht‘s hier lang? - Orientierungstage - 8. Sep 2015

Donnerstag und Freitag hatte ich meine beiden „Orientierungstage“: wie komme ich mit dem Fahrrad zur Schule und wie überquere ich den Highway - wo sind die Toiletten und die Bibliothek und was ist der Unterschied zwischen Netclassroom und Schoology?

Uni hier hat nichts mit Overheadfolien und Papierstapeln zu tun und Emailen schon fast veraltet: jeder Student bekommt einen eigenes Emailkonto und Unterrichtsmaterial wird auf Schoology gepostet, book reports werden hochgeladen, wöchentliche Tests online ausgefüllt und Noten schaut man sich auf Netclassroom an. In der letzten Schule, die ich von innen gesehen habe, hing damals noch eine Tafel, auf die man mit Kreide schreiben konnte. Hier spülen sogar die Toiletten automatisch. Und Klimaanlagen kühlen gnadenlos auf -20°. Wenn ich wieder im Winter in Deutschland bin, laufe ich in Unterwäsche durch den Schnee, so abgehärtet bin ich dann - wenn ich nicht vorher an einer Lungenentzündung sterbe. Noch sitze ich allerdings in langarmigen Shirts und Jacken im Unterricht- die Amerikanerinnen neben mir in Hotpants (wenn man hier Hotpants sagt, trägt das übrigens sehr zur Unterhaltung der Allgemeinheit bei). Was, wie ich nach wissenschaftlichen Untersuchungen nun beweisen kann, daran liegt, dass sie schon als Babys nur in kurzen Stramplern in tiefgekühlten Räumen herumgetragen werden.


Aber zurück zum Thema, die ersten zwei Tage waren sehr spannend. Sämtliche presidents, vice presidents, COs und chairs of Idon‘tknowwhat haben sich vorgestellt uns willkommen geheißen, wir hatten gemeinsame Lobpreiszeiten und Fragerunden. Wir hatten auch ein Treffen für all die internationalen Studenten, von denen es hier so einige gibt! Schon allein der chinesische Schulzweig hat um die 30 Studenten.

Fast hätte ich noch unsere Schnitzeljagd vergessen, bei der sie 12 Studenten-Teams auf ein Einkaufszentrum losgelassen haben und wir so Sachen wie: Findet eine Tiermaske, legt euch in ein fremdes Bett, sammelt fünf Stücke Müll auf und so weiter auf Instagram posten sollten. In einem Laden würden wir rausgeschmissen, weil die Gruppe vorher die Schaufensterpuppen umgeschmissen hat...


Alles in allem habe ich viele nette Leute kennengelernt, mir geschlagene 5% aller Namen merken können und keine Ahnung mehr wer woher kommt oder wo wohnt - außer, dass unglaublich viele vorher mit Jugend Mit Einer Mission zu tun hatten. Tja, die Welt ist eben klein!

Was ich auch als sehr positiv empfunden habe, war die Art und Weise wie die Leiter, Lehrer und Mitarbeiter sich selbst und die Universität vorgestellt haben: man hat gleich das Gefühl bekommen, dass sie aus Überzeugung und mit Leidenschaft dabei sind und es ihnen nicht darum geht, unsere Köpfe mit Theologie voll zustopfen, sondern Gott Raum zu geben und zu begegnen und uns mit dem Herzen lernen zu lassen. Ich bin also sehr gespannt, was so auf mich zukommt!

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