• Julia Kuntz

Gebetshaus - beten mit Musik?

Ich war schon Teil von drei Gebetsräumen: auf den Philippinen, im International House of Prayer Kansas City (IHOPKC), und dem Gebetsraum von OneEleven Global, für die ich arbeite.

Diese Gebetsräume funktionieren alle nach einem Modell, dass sich IHOPKC vor vielen, vielen Jahren ausgedacht hat: das "Harp and Bowl" Modell. Zu Deutsch: Das Harfe und Schalen Modell.

Hört sich seltsam an, ich gebe es zu!


Der Begriff kommt von der Bibelstelle in Offenbarung 5,8ff:


"7 Das Lamm (Jesus) trat vor den hin, der auf dem Thron saß (der Vater), um das Buch in Empfang zu nehmen, das er in seiner rechten Hand hielt. 8 Als es das Buch entgegengenommen hatte, warfen sich die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor ihm nieder. Jeder von den Ältesten hatte eine Harfe; außerdem hatten sie goldene, mit Räucherwerk gefüllte Schalen. (Das Räucherwerk sind die Gebete derer, die zu Gottes heiligem Volk gehören.) 9 Nun sangen die vier lebendigen Wesen und die Ältesten ein neues Lied; es lautete: »Würdig bist du, das Buch entgegenzunehmen und seine Siegel zu öffnen!"


Die Harfen stehen für Musik, die Schalen mit Räucherwerk für Gebet, und Gesang gibt es auch noch! Und zwar alles zusammen vor Gottes Thron, in seiner Gegenwart. Die Ältesten halten sowohl Gebet als auch Musik beim Singen in den Händen.Und dieses Prinzip haben wir als Gebetshaus übernommen: Bei uns sind Lobpreis und Gebet vermischt!



Was sich so geistlich anhört, ist auch etwas ganz praktisches. Denn Reden allein in einem stillen Raum hält keiner lange durch - aber Singen, Mitsummen zu immer wieder neuen Musik, Gebet nicht nur zu sprechen sondern auch zu singen… das macht einfach Spaß. Und was Spaß macht, das macht man problemlos auch mal länger. Auch mal ein paar Stunden lang.


Und sind wir mal ehrlich, wenn Gott sich das so ausgedacht hat, muss da auch was dran sein!

Es gibt mittlerweile viele Studien, die den Einfluss von Musik untersuchen: Bei Menschen mit Demenz ermöglicht Musik den Zugriff auf schon lang vergessen geglaubte Erinnerungen.

Beim Lernen ermöglicht Musik uns ein einfacheres Aufnehmen und verinnerlichen von Informationen.

Musik ermöglicht uns einen Zugang zu unseren Emotionen.

Musik wird schon lange in der Filmindustrie zur Steuerung unserer Emotionen eingesetzt und selbst in der Medizin ist es am Kommen: Musik verändert messbar sowohl Cortisol Level im Blut als auch den Blutdruck.


Egal wie wir es drehen und wenden - Musik lässt uns niemals kalt. Musik hat einen Zugang zu unserem Herzen, den wir weder leugnen noch so richtig kontrollieren können. Musik ist Gottes Geschenk an uns - wäre ja schade, wenn wir das weder nutzen noch genießen würden!


Hier ist ein zusammenfassender Artikel zum Thema, aber das Googeln lohnt sich!

https://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/01/Psychologie-Musik/komplettansicht?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com

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